Sonderforschungsbereich 633
Arbeitstitel: Neue therapeutische Zielstrukturen in der Leber: Dynamin-vermittelte endotheliale Transportprozesse.
Betreuer/in:
PD Dr. med. Katja Klugewitz (Teilprojekt A8)
Medizinische Klinik I
Gastroenterologie/Infektiologie/Rheumatologie
Research Center Immunosciences
CCBF
Ansprechpartner/in: Katja Klugewitz (katja.klugewitz@charite.de), Katrin Neumann (katrin.neumann@charite.de); Tel.: 030 8445 4026
Bei der Pathogenese autoimmuner Lebererkrankungen spielen Infiltrate von CD4+ T-Zellen eine zentrale Rolle. Dabei ist transendotheliale Migration und Einwanderung ins Parenchym ein wichtiger Vorgang, der durch die Expression von Adhäsionsmolekülen und Chemokinen bzw. ihren Rezeptoren auf dem Endothel und den T-Zellen eng reguliert ist.
Unsere Voruntersuchungen haben gezeigt, dass Lebersinusendothelzellen (LSEC) Chemokine aufnehmen und luminal präsentieren können, was zu einer deutlichen Steigerung ihrer biologischen Wirksamkeit führt. In einem darauf aufbauenden Projekt untersuchen wir, ob eine Inhibition dieser Präsentation einen therapeutischen Effekt in einem Mausmodell der Autoimmunhepatitis hat.
Dabei kann die Chemokinpräsentation auf verschiedenen Ebenen gehemmt werden. Da Chemokine Dynamin-vermittelt transportiert werden, stellen diese Strukturen potentielle Ziele dar. Insbesondere Dynamin-2 wird von LSEC exprimiert, mittels siRNA gelang uns auch bereits ein knock down in LSEC. Im Einzelnen sollen folgende Fragen bearbeitet werden: (i) spielt Dynamin-2 eine Rolle für den Transport von Chemokinen? (ii) Lässt sich die transendotheliale Migration durch Inhibition von Dynamin-2 reduzieren?
Die Untersuchungen werden in vitro an Sinusendothelzellen der Maus durchgeführt. Folgende Techniken sind Teil der Arbeit: Isolation von LSEC und T-Zellen, sterile Zellkultur, Transmigrationsassays und Durchflusszytometrie, knock down von Dynamin-2 mittels siRNA. Alle Techniken sind im Labor etabliert und werden routinemäßig angewendet. Die Arbeitsgruppe ist eng an das Deutsche Rheumaforschungszentrum angebunden, die Doktoranden nehmen regelmäßig am „T-Zell Club“ und Besprechungen der AG Hamann teil.
Literatur: Schrage et al. Hepatology 2008
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