Sonderforschungsbereich 633
Nach einer 6 Monate umfassenden studienbegleitenden Vorphase, in der die Studierenden ins Thema eingearbeitet werden, folgt die experimentelle Phase, für die ein bis zwei Freisemester obligat sind. Die sich anschließende, ein halbes Jahr in Anspruch nehmende, Nachbereitungsphase dient schließlich dem Anfertigen der Promotionsschrift und kann ebenfalls studienbegleitend erfolgen. Während der experimentellen Phase im Integrierten Graduiertenkolleg erhält der Doktorand ein Stipendium, wodurch eine Fokussierung auf die experimentelle Arbeit gewährleistet wird.
Auch Studierende naturwissenschaftlicher Fächer werden analog zu Medizinstudierenden beispielsweise über Praktika und Bachelor- beziehungsweise Masterarbeiten frühzeitig an eine Promotion herangeführt.
Das Qualifizierungskonzept ermöglicht den Absolventen des Intergrierten Graduiertenkollegs über eine strukturierte Ausbildung zügig ihr Qualifikationsziel zu erreichen. Medizinstudenten erwerben ein fundiertes Grundlagenwissen und experimentelles Rüstzeug im Bereich der molekularen Medizin, das sie insbesondere für translationale Forschung mit klinischer Implikation qualifiziert. Auch Naturwissenschaftler, die über erweitertes Wissen bezüglich klinischer Hintergründe und Anwendungen verfügen, besitzen damit Schlüsselqualifikationen, die ihnen einen raschen Einstieg in medizinrelevante Bereiche der Biowissenschaften ermöglichen.
Fachhochschulabsolventen und Absolventen von universitären Bachelor-Studiengängen erhalten, gegebenenfalls nach einer einjährigen Qualifikationsphase, grundsätzlich die Möglichkeit zur Promotion im Integrierten Graduiertenkolleg. Ausländische Bewerber unterstützt das Charité Welcome Center in Fragen der Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung und übernimmt die Vermittlung mit der Ausländerbehörde.
Das interdisziplinäre Konzept von IMMUCO wird ebenso bei der Betreuung der Studierenden aufgegriffen. Die Betreuung erfolgt durch den Teilprojektleiter sowie einen Co-Betreuer, möglichst immer in Kombination aus einem klinisch tätigen und einem grundlagenorientierten Naturwissenschaftler.
In engeren zeitlichen Abständen, beispielsweise alle zwei bis drei Wochen, informiert der Doktorand seinen Betreuer in einem persönlichen Gespräch über den Fortgang seiner Arbeit. Eine fachübergreifende vierteljährliche Rückkopplung wird über Gespräche mit dem Co-Betreuer und, unter Beteiligung aller SFB Mitglieder, im Rahmen jährlich stattfindender Doktoranden-Tage gewährleistet.
Die Doktoranden präsentieren sich weiterhin aktiv auf nationalen und internationalen Kongressen. Zudem fungieren die Kollegiaten frühzeitig als Erstautoren ihrer Veröffentlichungen, um eigene Sichtbarkeit zu erreichen und Voraussetzungen für Bewerbungen auf Förderprogramme zu schaffen. Bei Doktoranden naturwissenschaftlicher Fächer, die eine spätere Habilitation anstreben, wird frühzeitig eine adäquate Beteiligung an Lehrveranstaltungen und Didaktikfortbildungen ermöglicht.
Bei allen Fragen rund um das Graduiertenkolleg wenden Sie sich bitte an die Koordinatorin des Graduiertenkollegs.