B) Querschnittsfächer

In den Querschnittsfächern des Themenbereichs B) werden formale, technische und sprachliche Schwerpunkte zusammengefasst. Neben Veranstaltungen zur Versuchstierkunde und zu Grundtechniken in der T-Zellimmunologie werden u.a. Kurse zur Datenauswertung, Sprachkurse oder auch Veranstaltungen, die über Patentrecht oder wissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit informieren, angeboten. Durch enge Kooperation des Integrierten Graduiertenkollegs mit verschiedenen immunologisch orientierten Institutionen sowie der Dahlem Research School Berlin erhalten die IMMUCO-Studenten die Möglichkeit ein vielfältiges Kursangebot mitzunutzen.

Basistechniken in der Immunologie

Zeitpunkt: einmal im Monat, 60-90 min
Lehrverantwortliche: Radbruch, Blankenstein, Höpken
Die monatlich stattfindende Veranstaltung bietet zum einen Informationen zu bestimmten zell- oder molekularbiologischen Arbeitstechniken (z.B. Durchflusszytometrie, Zellsortierung, Transfektion, Gene Targeting). Darüber hinaus berichten die Doktoranden über ihre technischen Probleme und Erfahrungen. Ziel ist es, Anfängerfehler durch einheitliche Protokolle, die über die Homepage abrufbar gemacht werden sollen, zu vermeiden.

Versuchstierkunde

Zeitpunkt: alle 3 Monate
Lehrverantwortliche: in Zusammenarbeit u.a. mit IMPRS-IDI, FEM
Viele der im Integrierten Graduiertenkolleg angebotenen Projekte basieren auf Tiermodellen und erfordern daher Kenntnisse über den adäquaten Umgang mit dem Versuchstier. Das Tierschutzgesetzt schreibt Fortbildungsveranstaltungen vor, die zur eigenständigen Durchführung von Tierversuchen qualifizieren. Anerkannte Seminare werden beispielsweise schon durch die International Max Planck Research School for Infectious Diseases and Immunology (IMPRS-IDI) und voraussichtlich von den Forschungseinrichtungen für Experimentelle Medizin (FEM) am Standort Berlin Steglitz angeboten. Die Teilnahme an diesen Kursen erfolgt gemeinsam mit Studenten anderer Sonderforschungsbereiche.

Statistische Datenauswertung, Scientific Writing

Zeitpunkt: 3 Termine im Semester
Lehrverantwortliche: in Zusammenarbeit u.a. mit der DRS
Der Kurs gibt einen Überblick über verschiedene statistische Testverfahren und vermittelt, welcher Test bei einer bestimmten Stichprobenart und Stichprobengröße zu verwenden ist. Zusätzlich wird eine optimale visuelle Präsentation von Ergebnissen erarbeitet und wichtige Aspekte beim Abfassen wissenschaftlicher Veröffentlichungen besprochen. Diese Veranstaltung wird in Zukunft gemeinsam mit der DRS angeboten.

Good Scientific Practice

Zeitpunkt: 1-2 Termine im Semester
Lehrverantwortliche: in Zusammenarbeit u.a. mit der DRS
Wissenschaft unterliegt einer strengen Selbstkontrolle, ohne die Forschung nicht möglich ist und die staatliche Reglementierung überflüssig machen soll. Analog zu den Empfehlungen der „Kommission Selbstkontrolle in der Wissenschaft“, die u.a. auf der undefinedInternetseite der DFG veröffentlicht sind, bringt dieser Kurs den Kollegiaten die Grundregeln der guten wissenschaftlichen Praxis nahe: beispielsweise lege artis zu arbeiten, Daten zu dokumentieren sowie strikte Ehrlichkeit und Offenheit den Kooperationspartnern gegenüber zu wahren. Das Kursangebot wird zusammen mit der DRS organisiert.

Wissenschaft als Produktionsfaktor: der Wissenschaftler als Gründer

Zeitpunkt: 1-2 Termine im Jahr
Lehrverantwortliche: u.a. in Zusammenarbeit mit der IPAL, IBB und TSB
Ergebnisse translationaler Forschung sollen einen raschen Weg in die Anwendung finden. Die Gründung einer eigenen Firma stellt dabei eine Möglichkeit dar, anwendungsbezogenes Wissen selbst zu verwerten und zur eigenen wirtschaftlichen Grundlage zu machen. In diesem Kurs erlernen interessierte Kollegiaten Grundzüge des Patent- und Gesellschaftsrechtes, der Betriebswirtschaftslehre und der Bewertung von Finanzierungskonzepten (staatliche Förderung, Risikokapital etc.). Der Kurs wird gemeinsam mit der DRS organisiert und soll in Kooperation mit Innovation Patente Lizenzen (IPAL), der Investitionsbank Berlin (IBB) und der Technologiestiftung Berlin (TSB) angeboten werden.

Sprachkurse, Scientific English

In Zusammenarbeit mit der DRS erhalten ausländische Promovenden die Möglichkeit, parallel zur projektbezogenen Arbeit Deutsch zu lernen. Kollegiaten, deren Muttersprache nicht Englisch ist, soll Gelegenheit gegeben werden, ihr aktives Wissenschafts-Englisch zu verbessern, um Vorrausetzungen zum Schreiben eigener Veröffentlichungen zu schaffen.