Teilprojekt B10

Die Rolle dauerhaft aktivierter, proinflammatorischer T-Zellen bei chronischen mukosalen Entzündungen.

PD Dr.rer.nat. Andreas Thiel

Leiter des Teilprojektes B10 des SFB633

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum - Klinische Immunologie

Postadresse:

Charitéplatz 1

10117 Berlin

t: +49 30 28460 681

f: +49 30 28460 603

Prof.Dr.rer.nat. Andreas Radbruch

Portrait Andreas Radbruch

Stellvertretender Sprecher und Vorstandsmitglied des SFB633. Leiter der Teilprojekte A1 und B10 im SFB633

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum

Postadresse:

Charitéplatz 1

10117 Berlin

t: +49 30 2846 0600

f: +49 30 2846 0603

T-Zellen sind zentral an der Entstehung und Chronifizierung von mukosalen wie auch anderen Entzündungen beteiligt. Insbesondere inflammatorische T-Helfer (Th)-Zellen können in den chronisch-entzündlichen Zellinfiltraten nachgewiesen werden. Bisher weitgehend unverstanden ist allerdings, auf welche Weise sie die Aktivität lokaler Entzündungsvorgänge beeinflussen und weshalb sie refraktär gegenüber den gängigen Mechanismen peripherer Toleranz, Immunhomöostase und Immunsuppression sind. Wir wollen auf der Basis unserer Vorarbeiten molekulare und funktionelle Eigenschaften von chronisch aktivierten inflammatorischen T-Zellen bei mukosalen Entzündungen wie dem Morbus Crohn eingehend untersuchen. Wir wollen existierende cDNA-Expressionsprofile untersuchen und ex vivo-Analysen zellulärer Infiltrate (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und in-vitro-generierten chronisch aktivierten Th-Zellen durchführen. Ferner wollen wir die Bedeutung von in unseren Vorarbeiten definierten, für chronisch aktivierte inflammatorische Zellen spezifischen Signaltransduktionswegen (twist1, p38α, 4-1BB) in in-vivo-Modellen bestimmen. Die Modulation der Expression dieser Gene und die daraus resultierenden Effekte sollen parallel in vivo und in in-vitro-Kulturen von Biopsiematerial mit zellspezifischen siRNA-Vektoren durchgeführt werden. Schließlich wollen wir spezifische phänotypische, funktionale und molekulare Signaturen chronisch aktivierter inflammatorischer Th-Zellen mukosaler entzündlicher Erkrankungen mit solchen von protektiven inflammatorischen Th-Zellen vergleichen, die für die Kontrolle von Virusinfektionen wie CMV, EBV oder Adenovirus essentiell sind. Anhand der Ergebnisse wollen wir neue therapeutische Perspektiven für mukosale Entzündungskrankheiten erarbeiten mit dem Ziel, spezifisch chronisch aktivierte, inflammatorische T-Zellen zu eliminieren oder funktionell zu modulieren.

 

Kontakt

Bitte wenden Sie sich an Frau
Birgit Röders
t: +49 30 8445 2820

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