Sonderforschungsbereich 633

Prof.Dr. Christoph Loddenkemper

Leiter des Teilprojektes Z1 des SFB633 im Gaststatus
Technische Universität München
Institut für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie
Postadresse:
Ismaninger Straße 22
81675 München
t: +49 89 4140 6132
Leiter des Teilprojektes Z1 des SFB633
Charité - Universitätsmedizin Berlin
t: +49 30 8445 2347
Direktor des Institutes für Pathologie
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Institut für Pathologie / Research Center ImmunoSciences (RCIS)
Postadresse:
Hindenburgdamm 30
12200 Berlin
t: +49 30 8445 2296
f: +49 30 8445 4473
Ein Schwerpunkt des Projektes wird die zentrale systematische Bewertung pathologischer Veränderungen in verschiedenen Tiermodellen chronisch entzündlicher Erkrankungen sein. Dazu werden einheitliche Scoring-Schemata verwendet, die eine Vergleichbarkeit der Modelle untereinander gestatten und die auf die Beurteilung entzündlicher Erkrankungen des Menschen übertragen werden können. Für die immunhistologische Charakterisierung verschiedener am Entzündungsgeschehen beteiligter Zellen und anatomischer Strukturen (z.B. T-Zellen, B-Zellen, Makrophagen, dendritische Zellen, Gefäße) steht ein breites methodisches Nachweisspektrum, das in der 1. Förderperiode für murines und menschliches Gewebe etabliert wurde, zur Verfügung. Durch Doppel- und Mehrfachmarkierungen mit immunfluoreszenzoptischen sowie mit klassischen immunhistochemischen Methoden, die mehrere Amplifikationssysteme verwenden, werden histologische Veränderungen durch die in-situ-Analyse der Funktionalität von CD8+ bzw. CD4+ T-Zellen ergänzend untersucht. Zusätzlich werden aktivierungsassoziierte Marker kombiniert, die u.a. die Zellproliferation [z.B. Ki-67, Proliferating Cell Nuclear Antigen (PCNA)], Effektor- [z.B. Granzyme, Perforin, Interferon (IFN)γ, Tumornekrosefaktor (TNF)α], Regulatorfunktionen [z.B. Forkhead Box p3 (Foxp3)] oder Antigenspezifität [z.B. spezifischer T-Zellrezeptor (TCR)] betreffen. In der Maus konzentrieren sich die Arbeiten auf Ovalbumin (OVA)-vermittelte Modelle und das T-Antigen (TAg). Beim Menschen kommen u.a. Sprue und Morbus Whipplei in Frage. Die Untersuchungen an asservierten Geweben werden wesentlich durch in-vivo-Methoden wie die konfokale Laserendomikroskopie beim Menschen, die in der Medizinischen Klinik I der Charité - CBF, Centrum für Magen-, Darm und Stoffwechselmedizin (CC 10) für Untersuchungen zur Verfügung steht, und durch die in der 1. Förderperiode für Kolitis- und Tumormodelle etablierte Mausendoskopie ergänzt werden. Auf der Basis der Tetramertechnik und mit Hilfe von Immunoglobulin (Ig)-Fusionproteinen werden immundominante Peptide bekannter Antigene charakterisiert und entsprechende Nachweisreagenzien entwickelt.