Die Zöliakie - eine T-Zell-vermittelte Dünndarmerkrankung

Refent: Dr. Michael Schumann

Die Zöliakie ist eine Erkrankung, bei der genetisch prädisponierte Individuen eine T-Zell-vermittelte Immunreaktion auf Gluten entwickeln. Gluten ist das Klebereiweiß, das in einer Reihe von Getreiden (z.B. Weizen, Roggen, Gerste) enthalten ist. Die Immunreaktion betrifft den proximalen Dünndarm, d.h. vorrangig Zwölffingerdarm (Duodenum) und Jejunum und führt zu einer Abflachung der Dünndarmmukosa (d.h. Villusatrophie und Kryptenhyperplasie), in deren Folge die Betroffenen eine Malabsorption von Nährstoffen erfahren.
Im Vortrag steht die bislang erforschte Pathophysiologie im Vordergrund. Es sollen jedoch auch klinische Aspekte (z.B. Diagnostik und therapeutische Optionen) kurz erläutert werden.