Qualifizierungs- und Betreuungskonzept

Studierende der Medizin absolvieren im Integrierten Graduiertenkolleg eine strukturierte Promotion.

Das Qualifizierungskonzept ermöglicht den Absolventen des Integrierten Graduiertenkollegs über eine strukturierte Ausbildung zügig ihr Qualifikationsziel zu erreichen.

Nach einer sechs Monate umfassenden studienbegleitenden Vorphase, in der die Studierenden der Medizin ins Thema eingearbeitet werden, folgt die experimentelle Phase, für die ein, besser zwei Freisemester obligat sind. Die sich anschließende sechsmonatige Nachbereitungsphase dient schließlich dem Anfertigen der Promotionsschrift und kann ebenfalls studienbegleitend erfolgen. Während der experimentellen Phase erhält der Doktorand ein Stipendium, wodurch eine Fokussierung auf die Arbeit im Labor gewährleistet wird. Medizinstudenten erwerben somit ein fundiertes Grundlagenwissen und experimentelles Rüstzeug im Bereich der molekularen Medizin, das sie insbesondere für translationale Forschung mit klinischer Implikation qualifiziert.

Auch Studierende naturwissenschaftlicher Fächer werden analog zu Medizinstudierenden beispielsweise über Praktika und Masterarbeiten frühzeitig an eine Promotion herangeführt und erlangen dadurch ein erweitertes Wissen bezüglich klinischer Hintergründe und Anwendungen. Diese Schlüsselqualifikationen ermöglichen ihnen schließlich einen raschen Einstieg in medizinrelevante Bereiche der Biowissenschaften.

Fachhochschulabsolventen und Absolventen universitärer Bachelor-Studiengänge erhalten, gegebenenfalls nach einer einjährigen Qualifikationsphase, grundsätzlich die Möglichkeit zur Promotion im Integrierten Graduiertenkolleg. Ausländische Bewerber unterstützt das Charité Welcome Center in Fragen der Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung und übernimmt die Vermittlung mit der Ausländerbehörde.

Das interdisziplinäre Konzept von IMMUCO wird ebenso bei der Betreuung der Studierenden aufgegriffen. Die Betreuung erfolgt durch den Teilprojektleiter sowie einen Co-Betreuer, möglichst immer in Kombination aus einem Kliniker und einem grundlagenorientierten Naturwissenschaftler.

In definierten Zeitabständen informiert der Promovierende den Betreuer über den Fortgang seiner Arbeit. Eine fachübergreifende vierteljährliche Rückkopplung wird über Gespräche mit dem Co-Betreuer und, unter Beteiligung aller SFB Mitglieder, im Rahmen jährlich stattfindender DoktorandInnen-Tage gewährleistet.

Die DoktorandInnen präsentieren sich weiterhin aktiv auf nationalen und internationalen Kongressen. Zudem fungieren die Kollegiaten frühzeitig als Erstautoren ihrer Veröffentlichungen, um eigene Sichtbarkeit zu erreichen und Voraussetzungen für Bewerbungen auf Förderprogramme zu schaffen. Bei DoktorandInnen naturwissenschaftlicher Fächer, die eine spätere Habilitation anstreben, wird frühzeitig eine adäquate Beteiligung an Lehrveranstaltungen und Didaktikfortbildungen ermöglicht.