Teilprojekt A12

Mesenteriales Fettgewebe - regulierende Funktion in der intestinalen Entzündung.

Univ.-Prof. Dr. med. Britta Siegmund

Leiterin der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie

CharitéUniversitätsmedizin Berlin

CBF: Campus Benjamin Franklin

CharitéCentrum Innere Medizin mit Gastroenterologie und Nephrologie CC 13

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Die Funktion des pathognomischen Creeping Fat beim Morbus Crohn steht im Mittelpunkt des Teilprojektes. Mit den bisherigen Arbeiten wurden Bakterien und Peptide die insbesondere bei einer chronisch intestinalen Entzündung in das mesenteriale Fettgewebe translozieren, als Stimuli für Präadipozyten und Adipozyten identifiziert. Die Abhängigkeit beider Vorgänge vom angeborenen Immunsystem zeigte sich durch eine Zunahme der bakteriellen Translokation sowie eine deutlich herabgesetzte Effektorantwort im Fettgewebe in Myeloid Differentiation Primary Response Gene (MyD)88-/--Tieren mit chronischer Kolitis. Durch die Stimulation von Toll-like-Rezeptoren (TLR) werden Chemokine von dem Fettgewebe sezerniert, insbesondere Monocyte Chemotactic Protein (MCP)-1. Die funktionelle Bedeutung der identifizierten Mediatoren für die Zellinfiltration und die intestinale Entzündung soll durch genetische Inaktivierung in vivo untersucht. Bei Morbus Crohn, aber nicht bei Colitis ulcerosa und kolorektalem Karzinom dominieren Makrophagen des M2-Typs. Ihre Herkunft und Funktion im Fettgewebe beim Morbus Crohn soll in vivo durch Depletion der Zellen und Mutation der typischen Gene bestimmt werden. Mutationen in dem intrazellulären Pattern Recognition Rezeptor Nucleotide-binding Oligomerization Domain (NOD)2 spielen in der Pathogenese des Morbus Crohn in etwa einem Drittel der Patienten eine Rolle. Die Bedeutung der Mutationen für das mesenteriale Fettgewebe in der intestinalen Entzündung soll bestimmt werden. Durch die funktionelle Charakterisierung des mesenterialen Fettgewebes bei Morbus Crohn wollen wir feststellen, ob das Fettgewebe die Entzündung unterhält, oder ob es nicht vielmehr einen Schutzmechanismus des Körpers darstellt.

Kontakt

Bitte wenden Sie sich an Frau
Birgit Röders
t: +49 30 8445 2820

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