Teilprojekt B01

Induktion spezifischer Homing-Rezeptoren und regulatorischer Eigenschaften in mukosalen T-Zellen.

Prof. Dr. rer. nat. Alf Hamann

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Vorstandsmitglied und Leiter des Teilprojektes B01

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin - Experimentelle Rheumatologie

Postadresse:

Charitéplatz 1

10117 Berlin

t: +49 30 2846 0655

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Immunreaktionen im Gastrointestinaltrakt zeichnen sich durch spezifische Besonderheiten aus: zum einen führen Mukosa-spezifische Mechanismen des Homings in Effector/Memory-T-Zellen zu der Lokalisation bestimmter Subpopulationen in diesem Kompartiment, zum anderen erfahren auch die Zellen, die dort eingewandert sind, eine spezielle funktionelle Prägung, die als Präferenz mukosaler Antworten für tolerogene Antworten beobachtet werden kann. In der nächsten Förderperiode wollen wir zu diesen beiden Aspekten untersuchen:
A) Die zelluläre und molekulare Basis der Induktion des Homing-Rezeptors Integrin α4β7 und des C-C Chemokine Receptors (CCR)9. Hier soll untersucht werden, wie transkriptionelle Regulationsmechanismen der beiden Ketten, α4 und β7, zu einer selektiven Expression des Integrins auf Mukosa-spezifischen Memory-T-Zellen führen. Analysen der DNA-Methylierung und von Histon-Modifikationen sollen die Frage beantworten, ob ein epigenetisches Imprinting für die Langzeit-Expression auf Memory-T-Zellen verantwortlich ist. Darüber hinaus sollen Arbeiten zur Rolle von Retinolsäure-generierenden Enzymen (RALDH), beteiligten Zelltypen und weiteren Signalen für die Induktion des Integrins und des Chemokinrezeptors abgeschlossen werden.
B) Tolerogene Antworten beruhen oft auf der Induktion von regulatorischen T Zellen (Treg). Wir haben in der vergangenen Periode zeigen können, dass die Mikrobiota des Darmes die Proliferation von regulatorischen T-Zellen in Mukosa-assoziierten Geweben stimuliert. Wir wollen nun der Frage nachgehen, ob dies Antigen-getriebene Antworten sind oder ob und ggf. welche Metaboliten/Zellwandkomponenten von kommensalen Bakterien, insbesondere "probiotischen" Stämmen, eine Stimulation von regulatorischen Antworten (Treg, IL-10+ Zellen) zur Folge haben. Hiervon erwarten wir neue Ansätze zur Verstärkung und therapeutischen Nutzung oraler Toleranzmechanismen.

Kontakt

Bitte wenden Sie sich an Frau
Birgit Röders
t: +49 30 8445 2820

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